Montag, 26. Januar 2015

Das Randowtal in der Uckemark

Jeder, der eine ungefähre Vorstellung davon hat, wo sich der Landkreis Uckermark befindet, wird sich zweimal überlegen, einen Blog über diese Gegend ausgerechnet Ende Januar/ Anfang Februar zu beginnen. Bekanntlich ist das die Jahreszeit, in der die vielen Uckermarkliebhaber, Sommerhausbesitzer, Großstadtflüchtlinge und Einsamkeitsromantiker den Schlamm, die Kälte, den eisigen Wind und die grauen Nebelwolken dann doch lieber den Einheimischen überlassen.

 


Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Zum einen, das wir uns zu den Einheimischen zählen, ja sogar zu den Randowtaler Lokalpatrioten und zum anderen, was einen in der winterlichen bis Vorfrühlingszeit hier so erwartet.
Da der eingesessene oder auch gebürtige Uckermärker gewöhnlich Frühaufsteher ist, wenn schon allein deshalb, da im Besitz mehrerer hungriger Tiere, ist es in dieser Zeit dunkel, wenn er seinen Tag beginnt und ebenso dunkel, wenn eigentlich Zeit wäre, seinen Feierabend zu genießen.

 

Die restliche Zeit wird es auch nicht wirklich hell, zumindest, wenn man über die große Mehrheit der Wintertage sprechen möchte. Zum Glück wurden die dunkelgrauen Tage auch in diesem Jahr von Momenten märchenhaft weißblauer Stille unterbrochen, die sich dann auch erstaunlicherweise in der Erinnerung festsetzen und Kraft für die nächste Schlechtwetterperiode geben.

 


Entschädigt wird der Uckermärker dann aber doch durch die Farbenpracht und Idylle der späten Frühlingstage, die romantischen Sommernachmittage und die sternenbesäten, langen, warmen Nächte und einen Herbst, der in seiner feierlichen Wehmut und Fülle seinesgleichen sucht.



 

 

 


Zurück zum Randowtal. Das, was ich in diesem Blog das Randowtal nenne, ist eigentlich eine kleine Gemeinde im fernen Nordosten der Uckermark. Sie erstreckt sich über 64 km² und hat eine Bevölkerungsdichte von 15 Einwohnern pro km². Das ist zugegebenermaßen fast entvölkert, doch einen Wikipediaeintrag gibt dann schon: http://de.wikipedia.org/wiki/Randowtal.

Eigentlich handelt es sich also um eine Gemeinde, doch ich werde mich in diesem Blog eher auf eine kleine Landschaft beziehen, die zu unserem Lebensmittelpunkt geworden ist. Es handelt sich wirklich um ein Tal, das allerdings Randowbruch genannt wird, obwohl es eigentlich ein Urstromtal ist: http://de.wikipedia.org/wiki/Randow.  Die Randow, von den Slawen treffend "Fluss der Pfützen" (Lochnitza) betitelt, fließt sowohl in nördlicher als auch südlicher Richtung ab. Hier, in "unserem" Tal, befindet sich das Scheitelgebiet, das demzufolge in erster Linie sehr feucht und weit ist.
Ein wunderschöner Anziehungspunkt für Tiere aller Art und ein guter Ort für Liebhaber des Fernblicks.

 

 

 

 

Einige, wenige bekanntere Aussichtspunkte, wie das Hünengrab in Lützlow oder meine Lieblingskastanie werden wohl häufiger auf meinen Fotos zu finden sein, da sie sich auf unserer "Stammstrecke" befinden.
BLick auf das Hünengrab in Lützlow

Meine Lieblingskastanie


Nach diesen Ausführungen dürfte klar sein, dass es sich hier um meine ganz private Wahrnehmung der Uckermark handelt. Eine Landschaftsbetrachtung durch die Augen eines Großstadtkindes und zweier Amerikaner sozusagen. Echte Uckermärker haben ihre eigene Blogs und machen auch bessere Fotos, so wie zum Beispiel der Bildhauer Dietmar Lange.

Da wir selbst durchaus auch andere Lieblingsorte in der Uckermark haben, werden meine Amerikaner und ich auch gern andere Einblicke in die Schönheit der Uckermark liefern. Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack auf den Uckersee:

 

 

 

Kommentare:

  1. Herzlich willkommen und viel Freude beim Bloggen!

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  2. Wo kann man denn diesen Blog abonnieren?

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  3. Sehr gut! Wirklich gelungen der Start und auch die weitere Gestaltung!

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  4. Danke! Ich freue mich über Feedback, die die Nutzung und Lesbarkeit betreffen!

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