Mittwoch, 4. Februar 2015

Der Zehnebecker Wald im Winter

Da heute nach dem nächtlichen Schneefall der uckermärkische weite Blick eine eher farbarme Ansicht in Weiß bis Grau bot, verlegte ich unseren Morgenspaziergang in den Zehnebecker Wald, von dem ich uns etwas mehr visuelle Abwechslung erhoffte. Zwischen den Dörfern Zehnebeck und Lützlow gelegen, bietet das eher kleine Waldstück eine für seine Größe recht hohe Anzahl an Wegen, die zum Erkunden, Joggen und Spazieren einladen. 


Auch heute wieder wenig Farbakzente

Junge Rehe sind gut getarnt?

Blick auf das Dorf Zehnebeck im Randowtal

Zu erreichen ist der Zehnebecker Wald entweder direkt aus dem Randowtal heraus, indem man den zum Hünengrab führenden Plattenweg ignoriert und einfach weiter geradeaus geht - oder indem man von der von Gramzow nach Lützlow führenden Straße kurz vor dem Dorfeingang Lützlow rechts in Richtung Zehnebeck abbiegt. Ermüdete Reisende, die gerade eine längere Autobahnfahrt auf der A11 hinter sich haben, können auch die Abfahrt Gramzow in Richtung Prenzlau nehmend, rechts den ersten kleinen Weg durch Hohengüstow fahren bis sie Lützlow erreichen. Von dort aus  ist es nur ein Katzensprung in den Zehnebecker Wald, der eine gute Gelegenheit bietet, sich die Füße zu vertreten, anzukommen und frische uckermärkische Luft zu atmen.









Heute Morgen folgten wir einem der größeren ausgeschilderten Rundwege, für den wir im schnellen Schritttempo ziemlich genau eine Stunde brauchten - mit etwas mehr Zeit zur Verfügung, lässt sich so ein Spaziergang jedoch auch gut auf das Doppelte ausweiten. 
Als sehr angenehm empfinde ich die Stille und Einsamkeit auf diesen Spaziergängen. Inzwischen habe ich mich dermaßen daran gewöhnt, dass ich vor einigen Wochen ganz erstaunt war, wieviele Menschen- und Hundebegegnungen auf den Wanderwegen um den Berliner Speckgürtel herum zu bewältigen sind. Eine Folge von derart ungestörten "Gassirunden" ist jedoch folgerichtig, dass meinen Hunden definitiv der soziale Schliff fehlt, um angeleint ruhig und besonnen an einem anderen Hund vorbeizulaufen. Eine Fertigkeit, die ich ihnen und mir schon manchmal wünsche, wenn wir zum Beispiel gemeinsam die Uckerpromenade entlanglaufen.






Auch heute liefen wir ungestört die weiße Pracht bewundernd die breiteren, leicht hügeligen  Wege des Wäldchens lang, bis wir wieder die Verbindungsstraße zwischen Zehnebeck und Lützlow erreichten. Das letzte Stück führt auf eben dieser Straße entlang. Sie ist kaum befahren, bietet jedoch einen wunderschönen Ausblick auf das Dorf Zehnebeck und seine Umgebung. Dennoch ist es ratsam, die Hunde hier anzuleinen, denn auch hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dem einen oder anderen Reh, Fuchs oder Hasen zu begegnen.


Ausgang aus dem Zehnebecker Wald

Gefangen!

Der Weg zwischen Zehnebeck und Lützlow wird kaum befahren

Karlchen fand den Morgenspaziergang alles andere als beschwerlich, sondern hatte viel Freude am Schnüffeln und Spurenlesen. Länger würde ich so einen Aufenthalt im Schnee mit einem Windspiel aber trotzdem nicht gestalten - seine Pfoten waren bereits verdächtig rot und eisig kalt.
Für Morgen hat uns der Wetterbericht wieder Frost und Schnee versprochen - das könnte ein perfekter Rodeltag für die Kinder werden!


Eiskalte, rote Iggyfüßchen

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